• 26. April 2022

Daten und Fak­ten der Steuerberatungsbranche

Blog Bild - So digital ist die Steuerberatungsbranche

Daten und Fak­ten der Steuerberatungsbranche

Daten und Fak­ten der Steuerberatungsbranche 1024 576 Judith Wahringer

Blickt man um sich, ist Digi­ta­li­sie­rung all­ge­gen­wär­tig. WiFi, sprach­ge­steu­er­te Assis­ten­ten, Smart­wat­ches u. v. m. sind schein­bar per­ma­nen­te Beglei­ter im All­tag. Erst wenn man ein­zel­ne Bran­chen genau­er beleuch­tet, zeigt sich, dass die Digi­ta­li­sie­rung in eini­gen noch gar nicht rich­tig ange­kom­men ist. Wie sieht das eigent­lich bei den Steu­er­be­ra­tern aus? Ist pro­fes­sio­nel­le Steu­er­be­ra­tung im deutsch­spra­chi­gen Raum schon digi­tal oder ideo­lo­gisch und prak­tisch noch im letz­ten Jahr­hun­dert ver­an­kert? Wir haben uns Stu­di­en und Umfra­gen zum The­ma genau­er angesehen. 

Ganz oder gar nicht

Betrach­tet man die Daten zur Digi­ta­li­sie­rung in der Steu­er­be­ra­tungs­bran­che, so zeigt sich ganz deut­lich, dass digi­ta­li­sier­te Pro­zes­se zwi­schen Steu­er­be­ra­tern oder Buch­hal­tern und Kli­en­ten noch nicht zur Norm gehö­ren. Ganz beson­ders in der Akqui­se neu­er Kli­en­ten wird noch immer häu­fig auf ver­al­te­te Metho­den gesetzt, anstatt digi­ta­le Hel­fer und Kanä­le zu nut­zen. Auf­fal­lend ist, dass bran­chen­in­tern eine gro­ße Kluft herrscht zwi­schen Digi­ta­li­sie­rungs-affi­nen Kanz­lei­en und jenen, die noch wei­test­ge­hend ana­log arbei­ten. Steu­er­be­ra­ter set­zen also auf eine digi­ta­le Stra­te­gie oder eben nicht – ganz nach dem Mot­to „ganz oder gar nicht“ gibt es kaum Kanz­lei­en, die nur teil­wei­se digi­ta­le Stra­te­gien nutzen.

All jenen, die sich an moder­ne Struk­tu­ren und Sys­te­me noch nicht her­an­wa­gen, ent­geht aller­dings eine ganz wich­ti­ge Mög­lich­keit, die sich aus der Digi­ta­li­sie­rung ergibt: die Spe­zia­li­sie­rung der Leis­tun­gen und damit nicht nur ein neu­es Bera­tungs­spek­trum, son­dern auch bis­lang unge­nütz­tes Umsatzpotenzial. 

Mit­ar­bei­ter als Schlüssel

Leis­tungs­spe­zia­li­sie­rung ist laut aktu­el­ler Daten bei Steu­er­be­ra­tern bis­lang kaum ein The­ma und wenn, dann nur in Kanz­lei­en, die bereits vor vie­len Jah­ren auf den digi­ta­len Zug auf­ge­sprun­gen sind und Künst­li­che Intel­li­genz wie Logisth.AI schon längst zu ihren Guns­ten ein­set­zen und damit wich­ti­ge Res­sour­cen spa­ren und effi­zi­en­ter agie­ren kön­nen. De fac­to zeigt sich die Rie­ge der Steu­er­be­ra­ter im DACH-Raum aber eher wenig eupho­risch in Bezug auf digi­ta­le Themen.

Befra­gun­gen zei­gen, dass Digi­ta­li­sie­rung von Steu­er­be­ra­tern als sehr rele­vant ein­ge­stuft wird. 

Der Fokus liegt dabei aller­dings nicht auf der Gegen­wart, son­dern eher auf künf­ti­gen Ent­wick­lun­gen. Mit­ar­bei­ter von Steu­er­be­ra­tern hin­ge­gen hal­ten einen Schritt in Rich­tung Digi­ta­li­sie­rung jetzt für notwendig!

Mehr digi­ta­les Know-how

Was es also lang­fris­tig braucht, sind ver­än­der­te Kon­zep­te für Steu­er­be­ra­ter und ihre Mit­ar­bei­ter, sodass digi­ta­le The­men von Anfang an dazu­ge­hö­ren und ein gro­ßes Maß an digi­ta­lem Know-how vor­han­den ist.

Sicher­lich eben­so wich­tig ist es aber, dass Kanz­lei­en jetzt auf Exper­ten­hil­fe zurück­zu­grei­fen, um etwa in Form von Coa­chings fri­schen digi­ta­len Wind in die Kanz­lei zu bringen. 

Nur wenn ein Bewusst­sein für die Vor­tei­le digi­ta­ler Struk­tu­ren bei Steu­er­be­ra­tern und Mit­ar­bei­tern glei­cher­ma­ßen vor­han­den ist, kann das gro­ße Poten­zi­al moder­ner Sys­te­me auch in der Steu­er­be­ra­tungs­bran­che gewinn­brin­gend genutzt werden.