• 6. März 2019

Wettbewerbsanalyse

Erster Schritt zur eigenen Positionierung

Wettbewerbsanalyse

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Wer sind meine Mitbewerber? Welche Unterschiede (in Preis, Dienstleistung, Service, etc.) weist ihr Produkt gegenüber dem eigenen auf? Wo liegen die Vorteile/Nachteile? Und am Wichtigsten: Was kann man von seinen Mitbewerbern lernen? Die intensive Beschäftigung mit all diesen Fragen liefert dem angehenden Unternehmer de facto ein Vorab-Feedback zum eigenen Produkt bzw. Unternehmen und ist somit von großem Wert für die Produkt- und Geschäftsoptimierung und Marktpositionierung.

Die gewissenhafte Marktanalyse besteht nicht nur in der Identifizierung und Beschäftigung mit der Konkurrenz, sondern auch mit einer Reihe von peripheren Faktoren, die der eigentlichen Konkurrenzanalyse vorausgehen. Das betrifft vor allem die detaillierte Auseinandersetzung mit den Wettbewerbsbedingungen am Markt – z. Bsp. potenzielle Komplikationen und Hürden durch Markteintrittsbarrieren, Ersatzprodukte oder nachtteilige Verhandlungspositionen bei Kunden und Lieferanten.

Die wichtigsten Wettbewerbsfaktoren

Jeglicher Einfluss auf den Zielmarkt sollte im Vorfeld der Unternehmensgründung berücksichtigt und mit einer entsprechenden Handlungsstrategie begegnet werden. Im Folgenden, einige der wichtigsten Faktoren der Wettbewerbsanalyse:

Staatliche Regulierungen:

Je nach Branche und Produkt können Geschäftsideen sehr stark durch staatlich beeinflusst oder auch behindert werden – z.Bsp durch spezielle Preisregulierungen oder geforderte Zulassungen.

Verhandlungsposition:

Ein Punkt, den Gründer nicht immer im Vorfeld nicht berücksichtigen, der aber vielfach sehr stark in die praktische Produktumsetzung reinspielt, ist die eigene Verhandlungsposition.

Welche Verhandlungsmacht habe ich gegenüber Kunden oder Lieferanten? Wie sehen die vertraglichen Bindungen von Kunden und Lieferanten in meiner Branche aus?

Alternative Produkte:

Damit sind nicht die direkten Konkurrenzprodukte gemeint, die in der Regel bereits im Rahmen der Marktpotenzial-Analyse erforscht werden, sondern mögliche Alternativ-Produkte, die das eigene ablösen bzw. substituieren könnten.

Markteintrittshürden:

Dieser Punkt bezieht sich auf die Analyse der Faktoren, die den Markteintritt erschweren könnten – ein wesentlicher Teil der Wettbewerbsanalyse. Dabei geht es sowohl um vertragliche Bindungen seitens Vertriebspartner oder Lieferanten oder gesetzliche Auflagen.

Die Konkurrenz identifizieren

Wer sind die Mitbewerber?

Nun kommen wir zum wichtigsten Teil der Wettbewerbsanalyse: Die Bestimmung der Konkurrenten. Wer sind meine Mitbewerber? Wo sind sie aktiv? Hier gilt es, alle direkten Mitbewerber exakt zu erfassen und entsprechend der Relevanz zu ordnen. Die Bestimmung der Relevanz ist dabei aber die eigentliche Herausforderung, da es nicht nur um Marktanteile und Größe der Konkurrenzbetriebe geht, sondern auch um vergleichsrelevante Qualitätswerte und Alleinstellungsmerkmale.

Was sind die Stärken und Schwächen?

Die genaue Analyse der Mitbewerber anhand ihrer Stärken und Schwächen, liefert unverzichtbare Informationen für die Entwicklung der eigenen Unternehmensstrategie und Positionierung am Markt. Je gewissenhafter sich der angehende Unternehmer diese Fragen beantworten kann, desto geringer ist die Ernüchterung und das Unternehmensrisiko.

Wichtig ist es, sich bei all diesen Fragen nicht zu verzetteln, sondern das Wesentliche vom Unwesentlichen zu scheiden. Es geht nicht um Vollständigkeit, sondern darum, fünf bis acht wichtige Konkurrenten in der Analyse herauszugreifen und anhand dieser eine eigenständige Positionierungsstrategie zu entwickeln.